Zu Pfingsten stand unsere alljährliche Cachingtour zusammen mit den Karategurus auf dem Programm. Da wir unsere neu ergatterten Zelte ausprobieren wollten, entschieden wir uns fürs Zelten. Nach kurzem Nachdenken fiel es uns nicht schwer Fehmarn als Urlaubsziel auszuwählen. Lockten dort doch etliche Dosen und viele Campingplätze.
Mit einem kleinen Urlaubsbudget von 100 Euro pro Nase starteten wir dann unseren 5-tägigen Cachingurlaub Richtung Fehmarn. Schon auf der Fahrt zur Sonneninsel sammelten wir die üblichen Autobahntradis ein. Ganz zufällig sind wir an zwei Highlights vorbeigekommen, die die üblichen lieblosen Autobahnmicros völlig im Schatten stehen lassen.
The Larch- Das ist mal nen echter Large
TB – Schlosshotel Rasthof Stillhorn Ost- Gekonnt dreist und unauffällig
Angekommen auf Fehmarn bezogen wir dann unser Quartier. Dank Wurfzelt war das Zelt in Windeseile aufgebaut. Schnell noch die Nasszellen begutachtet und dann gings auch schon zum Einkaufen und Cachingabend. Dort wurden wir das erste Mal mit der „Gastfreundlichkeit“ der Insulaner konfrontiert. Öffnungszeiten werden hier auf die Sekunde genau beachtet, also Obacht!
Auf dem Rückweg wurden die ersten Dosen eingesammelt. Dort erhielt man schon einmal einen Vorgeschmack auf die üblichen Verstecke. Typisch ist eine Small-Dose, die entweder auf dem Boden liegt und mit einem Stein getarnt ist oder sich in einem Baumloch befindet. Meistens sind die Dosen schon von Weitem zu erkennen, nunja schwierig zu finden sind sie jedenfalls nicht.
Am ersten Abend blickten wir auf 22 gefundene Döslein zurück und planten unsere weiteren Urlaubstage.
Samstag bis Pfingstmontag stand dann ausgiebiges Cachen auf Fehmarn an. Pünktlich um 8Uhr verließen wir jeden Morgen den Campingplatz mit dem Ziel erst mal ein wenig Cachen zu gehen, bevor wir ein gemütliches Plätzchen zum Frühstücken finden.

Durch das Cachen haben wir viele nette Ecken Fehmarns kennengelernt. Landschaftlich sind uns besonders die gelb, strahlenden Rapsfelder und zahlreichen Windräder im Landesinneren in Erinnerung geblieben. Dazu die Dünenlandschaft, die Steilküste und das dunkelblaue Meer Fehmarns.
Empfehlenswert sind unserer Meinung nach folgende Inselcaches:
Steilküstencache - Fernab der Touristrände ein tolles, einsames Plätzchen
Steinmaennchen 11 – Hilli & Klaus - Ein Steinhaufen voller Cacher. Ein Blick in die Gallery lohnt sich.
Fehmarn-Eine geologische Insel – Ein toller Ort und schönes Fotomotiv
Das hohe C – Kleine Klettereinlage und schöne Eisenbahnkulisse
Noch’n Lost Place – Mini LP mit netter Klettereinlage
Nun auch hier – Eine kleine Revolution gegen die Geo-Vermüllung Fehmarns mit passendem Versteck.
Love & Peace Festival – Der Wiki-Artikel dazu ist köstlich amüsant
Don Trek de la Mancha – Leider ein DNF, aber total toller Weg zum Final
(Leider gibt es auf Fehmarn einige Premium Only Caches, so dass nicht jeder User alle Listings aufrufen kann.)

Nach 148 gefundenen Dosen auf der Insel ging es Dienstagsmorgens zurück ins Ruhrgebiet. Zwar hatte sich unser Wurfzelt am ersten Tag sekundenschnell aufgebaut, doch beim Zusammenbauen hatten wir so unsere Schwierigkeiten. Man darf scheinbar nicht so zaghaft beim Zusammenquetschen der Zeltstangen sein, dann passt das Zelt auch wieder in die Verpackung.
Die Heimreise in den Ruhrpott sollte auch noch mal mit dem ein oder anderen Geocache aufgewertet werden. Schon zu Hause sind uns die Tradi-Trails in Bad Olderloe aufgefallen, so dass wir diese zuerst ansteuerten.
In Bad Oldesloe findet man Power-Caching at it`s best. Alle 160m sind an einem Wirtschaftsweg Mikros ausgeworfen worden. Nach zwei Stunden war unser Punktekonto um einige Dosen reicher und wir waren fix und fertig.
Der typische Zwischenstopp an einer Dose sah folgendermaßen aus:
Sich aus dem Auto schmeißen, die Dose schnappen, loggen und wieder ins Auto springen. Wie in einem römischen Kreisel wechselten wir uns ab.
Um 16:30Uhr mussten wir die Tradi-Hochburg verlassen, da wir noch etwas Kontrastprogramm geplant hatten. Es sollten zwei Mystphi-Caches angegangen werden. Ein wenig „Klasse statt Masse“! Mystphi versteht es wohl wie kaum ein anderer Cacher gekonnt dreist eine handwerkliche Meisterleistung in die Umgebung einzupassen. Wer Richtung Norden fährt und an Hamburg vorbeikommt, sollte unbedingt einen kurzen Abstecher zu Mystphis Caches machen!
Voss- Margarine
Zielinskissimus Agetatio
Einen kleinen Eindruck in seine Kunst kann man bei seinem bereits archivierten Cache „Deep up“ bewundern. Am Anfang unserer Geocachingzeit sind wir noch in den Genuss gekommen dieses Schmankerl zu machen!
Summa summarum sind wir nach den fünf Tagen auf 232 Caches gekommen und hatten zusammen mit den Karategurus sehr viel Spaß!
Wir sind uns sicher, wenn wir „nächstes Jahr“ zum Bouldern nach Dänemark fahren, werden wir auf die Sonneninsel zurückkehren.
Grüße
Christian & Susanne